IRAN: PR-FÄLSCHUNG KEINE EXPLOSION IN ATOMANLAGE FORDO: IAEA

Ich hatte früh­zei­tig (far­ce­book) Stel­lung bezo­gen und gewarnt, weil ich den Quel­len miss­traute und das inter­na­tio­nale Echo »nicht stimmte«. Jetzt hat diese PR-Ente eine inter­na­tio­nale Beer­di­gung 1. Klasse erhal­ten. Ach­tung: Die Urhe­ber wer­den davon ler­nen und es beim nächs­ten Mal bes­ser machen.
Des­halb noch ein­mal die Fakten:
1. Iran hat für sein seit 2003 fried­li­ches Atom­pro­gramm eine Tech­no­lo­gie gewählt, mit der sich auch Bom­ben bauen las­sen. Da wäre auch eine andere Ent­schei­dung mög­lich gewesen.
2. Iran hat die Tech­no­lo­gie und viel Aus­rüs­tungs­teile von Pakis­tan erhal­ten — und mit akti­ver gehei­mer Mit­hilfe der USA und ande­rer Nato-Partner, vor allem auch Deutsch­land, an sei­nem Pro­gramm gear­bei­tet. Die USA waren von der ers­ten Schraube an voll informiert.
3. Ver­mut­lich schon früh­zei­tig gab es in USA den Geheim­plan, dass, soll­ten die Bezie­her der pakis­ta­ni­schen Tech­no­lo­gie in ihrem Pro­gramm fort­schrei­ten, die­ser Fort­schritt als Vor­wand für einen »regime change« durch die USA/Nato her­an­ge­zo­gen wer­den sollte. 
4. Betrof­fen (Prio­ri­täts­liste): Iran, Libyen, Irak. Dr Irak musste früh­zei­tig auf­ge­ben. Gad­dhafi gab 2003 kurz vor der US-Attacke an der Spitze der »Koali­tion der Wil­li­gen« gegen Irak sein Pro­gramm offi­zi­ell auf — und ließ alle Aus­rüs­tungs­ge­gen­stände von bri­ti­schen Ein­hei­ten abho­len. Sie waren teil­weise noch originalverpackt.
5. Der Iran hat 2003 seine Atom­waf­fen­ent­wick­lung ein­ge­stellt. Das haben auch die USA aner­kannt. Bis dahin aller­dings hat Iran »heim­lich« daran gear­bei­tet, was es mit Fug und Recht als »läss­li­che Sünde« anse­hen durfte, da alle Mit­spie­ler wuss­ten, dass die UA mit an Bord waren.
6. Pakis­tan hatte die »offi­zi­elle Ver­triebs­po­li­tik«, allen Tech­no­lo­gie– und Aus­rüs­tungs­kun­den 3–5 nukleare Spreng­köpfe fer­tig zuzu­lie­fern, um die Sicher­heits­lü­cke zwi­schen Pro­gramm­auf­bau und Waf­fen­pro­duk­tion schlie­ßen zu hel­fen. Es kann also nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, dass der Iran — selbst­ver­ständ­lich mit vol­lem Wis­sen der Nato-Dienste — davon Gebrauch gemacht hat.  
HINWEIS: Das Buch der bei­den Guardian-Autoren Adrian Levy und Cathe­rine Scott-Clark: »Decep­tion« ist hier sehr emp­feh­lens­wert. Ich hatte mit bei­den direk­ten Kon­takt — auch mit ihrem wich­tigs­ten CIA-Zeugen, Richard Barlow.
Aller­dings: Selbst­ver­ständ­lich leug­nen alle drei irgend­eine stra­te­gi­sche Absicht hin­ter der auch von ihnen ange­grif­fe­nen, ver­lo­ge­nen US-Politik. Das ist natür­lich absurd. Warum soll­ten eine ganze Reihe von US-Präsidenten:
- den US-Kongress und das Volk belügen
- die CIA gegen das FBI einsetzen
- stän­dig Rechts­brü­che bege­hen und abde­cken lassen
UND DAS ALLES OHNE ABSICHT?
Es han­delt sich also darum, dass etwas »auf­ge­deckt« wird, um etwas viel Wich­ti­ge­res ver­schlei­ern zu hel­fen. Inter­es­san­ter­weise waren natür­lich alle »Kun­den« Pakis­tans wohl­ha­bende Staa­ten mit Energierohstoff-Ressourcen… Andere konn­ten sich ein Atom­pro­gramm nie leis­ten! Die­sen bemer­kens­wer­ten Zusam­men­hang habe ich in mei­nem Buch »Brand­herd Pakis­tan« aus­führ­lich erläutert… 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-iaea-experten-bezweifeln-explosion-in-atomanlage-a-880452.html

Chris­toph R. Hörstel
Twit­ter @hoerstelc

www.youtube.com/user/Hoerstel